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Best Western Hotel Goldenes Rad THE WORLD'S LARGEST HOTEL CHAIN® |
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Pressetexte
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Restaurant in ältester Herberge bekommt Pluspunkte von Gault-Millaut
Im Goldenen Rad lässt sich die Welt vergessen - Wer hier diniert, sollte die ausgefallene und vielseitige Weinkarte studieren
[Von Ralf Schäfer]
Das Goldene Rad in Friedrichshafen befindet sich an historischer Stelle. Gegenüber, dort, wo heute das k42 sein Medienhaus und die Studiobühne beherbergt, war früher der Salzstadel. Das war der Ort, von dem aus der Handel in die Schweiz florierte, wo die Kutschen ankamen und das Leben im Hafen boomte. Heute arbeiten die Brüder Kasimir und Philip Neuner-Jehle in der dritten Generation im Haus und haben das vom Vater einst verpachtete Restaurant ebenfalls unter ihre Fittiche genommen. Und das gründlich. Nicht nur die Küche ist mehrfach ausgezeichnet, auch das Ambiente, für das in erster Linie der architektonisch bewanderte Kasimir Jehle verantwortlich zeichnet, findet an ehrwürdiger Stelle Erwähnung.
So schreibt der Gault-Millaut 2011: ´Ausgezeichnet mit 14 Punkten (sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet) und schwarzem Kellner für besonders guten Service. Das Restaurant in Friedrichshafens ältester Herberge machte eine Verjüngungskur. Sein kuschliges Biedermeier musste einer gemäßigten Moderne weichen, deren klare Linien nicht übertrieben ´cool´ wirken. Die Fenster öffnen sich nun fußbodentief zur gleichfalls neu gestalteten Terrasse hin, wo man in ebenso komfortable wie formschöne Fauteuils versinkt.´ Viel Licht wollte er haben, sagt Philip Jehle, der besonders stolz auf die vom Bruder entworfenen Weinregale und Klimaschränke sowie die stilsichere Gestaltung des Innenraums ist. Er selbst fühlt sich mehr für den Wein zuständig, die Küche überlässt er vertrauensvoll seinem Küchenchef Martin Kraus. Auch der erhält Pluspunkte vom Gault-Millaut 2011, der nach dem Lob der Einrichtung schreibt: ´Der Küche von Martin Kraus auch ein Lifting zu verordnen, wäre ganz und gar vermessen.´ Diese Küche lebt von der Abwechslung, die in dem Haus von allen Beteiligten getragen wird. Das Ganze wirkt schlüssig, hier kann sich sicher jeder wohlfühlen, der ´mal eben zu Mittag essen will´, aber auch jeder, der sich abendfüllend dem Genuss von gutem Essen und Wein hingeben und darin versinken möchte.
Die Weinkarte ist Dank der Intervention von Philip Jehle von drei auf nunmehr über 300 Positionen gewachsen. So ganz nebenbei gibt es hier auch noch einen Weinhandel, mit dem Cafés und andere Restaurants beliefert werden.
Überraschung und Abwechslung finden sich auch auf der Speisekarte. Dass die sich immer wieder ändert, liegt in Ideen der Betreiber und der Philosophie des Küchenchefs begründet, nichts sei langweiliger als eine immer gleichbleibende Karte. Zwar habe auch das Goldene Rad so Standards wie das Wiener Schnitzel, hier aber werde es original noch mit Kalbfleisch zubereitet, was besonders die Gäste aus der Schweiz immer freue. Kalbfleisch ist auf der anderen Seeseite sündhaft teuer. Die Karte des Goldenen Rads ist stets ein Erlebnis wert, langweilig wird es dem Gaumen hier nie.
(Erschienen: 11.10.2011)
Zum Artikel auf der Webseite der Schwäbischen Zeitung
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Martin Kraus: Kochen ist Kunst und Experiment
Im Goldenen Rad ist die Küche ein Ort der Kreativität, an dem zum Riechen und Schmecken aufgefordert wird
[Von Ralf Schäfer]
´Wahrscheinlich war es einer der schlechtesten Läden in Konstanz, aber dort begann meine Leidenschaft für die Küche´, erinnert sich Martin Kraus, Chefkoch im Goldenen Rad in Friedrichshafen, an die Küche bei seiner Tante, die in Konstanz ein kleines Restaurant hatte. Dort ging er in den Ferien arbeiten und fand seine Bestimmung. Vier Bewerbungen habe er nach der Schule geschrieben, vier Zusagen hat er bekommen als Koch-Auszubildender. ´Das war damals so, da kamen nur Zusagen, weil kaum jemand den Job machen wollte´, so Kraus, der aber dabeigeblieben ist und seine Spuren hinterlässt.
Begonnen hat er seine Ausbildung in der Traube in Fischbach. Das war Mitte der 80er-Jahre. Danach begannen für ihn die Wanderjahre, wie sie jeder Koch, der auf sich hält, hinter sich bringt. Umso mehr Töpfe, in die hineingeschaut wird, umso mehr Erfahrungen macht man, und umso reicher wird der Schatz, aus dem ein Koch schöpfen kann. Nicht umsonst gehört Koch nicht zu den handwerklichen sondern zu den künstlerischen Berufen. Martin Kraus war Koch auf der Schwäbischen Alb und im Allgäu, hat im heutigen Landhaus Henze nördlich von Kempten erstmals in einer Sterneküche gearbeitet und kam danach wieder zurück in seine Heimatstadt Friedrichshafen.
Dort hatten Kasimir und Philip Neuner-Jehle zu diesem Zeitpunkt gerade das Restaurant und Hotel von ihrem Vater übernommen. Aus dem verpachteten Restaurant, das lediglich Standard-Mittagessen bot, machten die beiden mit Hilfe des neuen Kochs Martin Kraus in recht kurzer Zeit eine Adresse, die sich heute in den regionalen und überregionalen Restaurantführern, in anerkannten Kritiker-Werken und ernstzunehmenden Besprechungen immer wiederfindet.
Ehrliche Küche schmeckt besser
Dabei ist die Philosophie von Martin Kraus denkbar einfach: ´Ich verkaufe ehrliche Küche´, sagt er und erklärt, was sich dahinter verbirgt. Da stehen regionale Produkte auf dem Einkaufszettel, sofern sie verfügbar sind, Tiefkühlware hat hier nichts zu suchen und Frische wird groß geschrieben. Kraus verkauft nichts, was er nicht auch selbst mag, was er nicht selbst essen und genießen würde. Dass es hin und wieder trotzdem Schnecken im Goldenen Rad gibt, ist dem Umstand geschuldet, dass sein Stellvertreter, der Sous Chef, die zubereitet. Aus dem ursprünglichen Kochteam von zwei Leuten sind mittlerweile auch fünf geworden, alle drei Jahre wird ein neuer Auszubildender eingestellt. Für Martin Kraus ist das wichtig, nicht zuletzt, weil er jungen Leuten die Möglichkeit bieten möchte, sich fundiertes Wissen anzueignen. Zudem arbeitet Kraus in der Landesberufsschule Tettnang im Prüfungsausschuss für die Kochausbildung. Nun würde die Philosophie des jungen Meisters nicht funktionieren, würde sie nicht auch umgesetzt. Und auch da hat Martin Kraus sein Geheimnis, das an sich recht einfach ist: ´Kochen fängt im Kopf an´, so der Küchenchef, der sich schon beim Einkaufen mit dem Thema befasst, indem er sich die schlichte Frage stellt, wie das eine oder andere zusammenpassen und wie es ankommen könnte. Letzteres probiert er gerne aus, und das zum Wohle der Gäste. Immer in den Wintermonaten kann man im Goldenen Rad das sogenannte Twingle-Menu bestellen. Zum kleinen Preis ein Fünf-Gang-Menu für zwei Personen, bei dem es genau um dieses Ausprobieren geht. ´Wir machen immer wieder die Erfahrung, dass die Dinge, die beim Twingle-Menu beim Gast ankommen, auch den anderen Gästen von der Karte später gefallen.´
Tipp zur Zutat Salz
Sein ganz persönlicher Tipp für Hobby-Köche und solche, die es werden wollen, geht in Richtung der einfachsten Zutat, die jedoch nicht unbedacht verwendet werden sollte. Salz ist noch lange nicht immer dasselbe. ´Die Industriesalze, die auf dem Markt sind und zu 99,9 Prozent aus Natriumchlorid bestehen, haben jegliche Mineralien verloren.´ In Martin Kraus Küche wird vornehmlich Himalaya-Salz verwendet. Und wer sich beim Grillen von Fisch manchmal fragt, warum das gesalzene Filet merkwürdig schmecke, solle mal anderes Salz als das normale nehmen. Die chemisch hergestellten Küchensalze dürfen nicht solcher Hitze ausgesetzt werden, wie sie beim Grillen entsteht, dann schmecken sie nach Aluminium. Öle, so der Küchenchef weiter. Man dürfe sie auf keinen Fall zum Qualmen bringen, sprich sie verbrennen, und wer den Buttergeschmack wolle, solle auch Butter nehmen. Wer darüber hinaus Aha-Effekte in der Küche mag, muss experimentieren, muss ausprobieren und mit Respekt vor dem Lebensmittel und dem Mut zum Risiko das Schmecken und Riechen lernen.
(Erschienen: 11.10.2011)
Zum Artikel auf der Webseite der Schwäbischen Zeitung
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Gault Millau 2012
Ausgezeichnet mit 14 Punkten (sehr gute Küche, die mehr als das Alltägliche bietet) und schwarzem Kellner für besonders guten Service
Das Restaurant in Friedrichshafen ältester Herberge machte eine Verjüngungskur. Seine kuschliges Biedermeier musste einer gemäßigten Moderne weichen, deren klare Linien nicht übertrieben ´cool´ wirken. Die Fenster öffnen sich nun fußbodentief zur gleichfalls neu gestalteten Terrasse hin, wo man in ebenso komfortable wie formschöne Fauteuils versinkt.
Der Küche von Martin Kraus auch ein Lifting zu verordnen, wäre ganz und gar vermessen. Wir fragen uns bloß, warum eine Entenbrust mit süß-scharfem Wokgemüse neuerdings zu den ´Wirtshausklassikern´ gehört wie Milchkalbsrückensteak und Wiener Schnitzel. Dass die Globalisierung unaufhaltsam voranschreitet, belegte pünktlich zur Fußballweltmeisterschaft ein original südafrikanisches Straußengericht.
Und auch nach dem Abpfiff gab sich das Goldene Rad gewohnt weltläufig mit serbischen Pfifferlingen, thailändischem Gemüsecurry, spanischem Steinbutt oder senegalesischem Red Snapper auf Knoblauchspinat und ´afrikanischem´ Couscous. (Kennen wir eins, das nicht aus Afrika kommt?)
Zur Bodensee-Fischvariation wurden immerhin Hegauer Biokartoffeln gereicht, und nach einer ausdrucksstarken weißen Tomatenessenz mit Spinat/Ricotta-Raviolo labten wir uns am köstlichen schwäbischen Ochsenmaulsalat, der mit Schnittlauchvinaigrette und Bratkartoffeln artgerecht auftrat. Dies galt für die gut gebratene Rotbarbe auf naturschwarzem Venere-Risotto leider nicht uneingeschränkt: Ziemlich zerkochter grüner Spargel leistete ihr eher schlechte Gesellschaft und ließ sich um die gabel wickeln wie ein Stängelchen junger Lauch. so eng sieht dies hier jedoch längst nicht jeder Gast.
Hungrige Touristen und eilige Business-Menschen sind mittags mit hausgemachten Kässpätzle oder Tafelspitz im Meerrettichsößle hochzufrieden - zumal solch regionale Lunchpakete dank christlicher Tarife Reisekasse und Spesenkonto nur wenig belasten. Die Desserts wurden übers Jahr etwas witziger (Ragout von Thai-Mango in Butterkaramell mit Kokoseis) und können wunderbar leicht sein: Die Kolunderblüten/Quark-Mousse war auf der Zunge kaum zu spüren, brachte aber die Papillen zum Tanzen.
Patron Philip Jehle, der zusammen mit seinem mehr im Hintergrund agierenden Bruder Kasimir das Goldene Rad in Schwung hält, ist immer noch der beste Freund seiner Gäste und pendelt pausenlos von einem Tisch zum andern. Dass er auch außer Haus mit Weinen handelt und eine Menge davon versteht, kann uns nur recht sein - denn wir zahlen für dicke Granaten wie grange oder Château Lafite, wenn wir sie vor Ort verkosten, kein höheres Korkengeld als für Vater Jehles Hagnauer Öko-Weißburgunder: ganze 11 EUR, die auf den fairen Ladenpreis aufgeschlagen werden. Da lohnt es sich, tiefer in die universale Weinkarte einzutauchen und geduldig nach verborgenen Schätzen zu suchen.
Wer fündig wurde, braucht bloß noch eins der spektakulären Designerzimmer im Medienhaus gegenüber zu seinem Glück. Dort bieten die Jehles viel Hightech, offene Bäder und einen imperialen Blick auf das Schwäbische Meer. Wenn dann noch ein großes Gewächs im glase funkelt, ist man der schnöden Welt entrückt und dem Paradies auf Erden schon wieder ein Stück näher...
Restaurantbewertung aus GAULT MILLAU Deutschland 2011 - Seite 315/316.
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Guide Michelin 2009
In der Ortsmitte finden Sie dieses familiär geleitetes Hotel. In einem modernen verglasten Haus gegenüber bietet man einige neuere Zimmer mit Seepanorama. Gemütliches Restaurant in neuzeitlichem Stil. Gute Weinauswahl.
Ausgezeichnet mit dem Bib Gourmand - sorgfältig zubereitete, preiswerte Mahlzeiten
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Multimedia-Hotel
Telekom Vorstand Timotheus Höttges nächtigt im Goldenen Rad und testet T-City
Viel zu tun hat Timotheus Höttges, Vorstand der Deutschen Telekom, dieser Tag in unserer Stadt. Nach dem politschen Abend am Dienstag in der Zeppelin University und der gestrigen Eröffnung des Deutsche Telekom Institute for Conected Cities (TICC) eben dort lag die Sitzung des sogenannten Advisory Boards, des Entscheidungsgremiums der T-City. Am Abend dann das SZ-Forum mit dem Mediendirektor des Schwäbischen Verlags, Joachim Umbach, und dem Leiter der Regionaldirektion Friedrichshafen, Andreas Mühl. Da muss für Erholung Zeit sein, ohne auf Information zu verzichten. Was lag da also näher, dass Timotheus Höttges seine Nächte im T-City Medienhotel Goldenes Rad verbringt. In der Suite mit Blick auf den Hafen und gleichzeitiger Vollversorgung mit Internet und IPTV (Fernsehen über Internet) hat sich der Mann aus Bonn jedoch nicht ausschließlich aufgehalten. Auf dem Weg zu seinem ersten Termin erzählte er gestern begeistert vonm Schnakencafe, dem Eriskircher Reid und der tollen Möglichkeit, dort joggen zu gehen.
Schwäbische Zeitung, 12.09.2008
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LebensArt 2008 - Das Magazin für die schönen Seiten am See
Restaurant-Rallye
Spitzengastronomie am Bodensee
Auch 2008 hat LebensArt die Restaurant-Führer Michelin Deutschland, Gault Millau, Schlemmer Atlas, Der Feinschmecker, Varte-Führer und Der Große Restaurant und Hotel Guide ausgewertet und die 25 höchstdekorierten Restaurants der Region (nur deutsche Seeseite) ermittelt. Sterne, Hauben, Kochlöffel und Feinschmecker wurden nach der Volkenborn-Rangfolgen-Berechnung gewichtet und mit Punkten bewertet. Auf den ersten 3 Plätzen hat sich nichts geändert. Den größten Sprung machte das Goldene Rad (Friedrichshafen) von Platz 19 auf 14.
Bewertungen
| Guide Michelin: | |
1 BIB Gourmand | |
| Gault Millau: | |
1 Haube und 14 Punkte | |
| Schlemmer Atlas: | |
2 Bestecke und 14 Punkte | |
| Varta-Führer: | |
2 Sterne und 18 Punkte | |
| Restaurant Guide: | |
2 Hauben und 14 Punkte | |
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Gault Millau 2008
Auszeichnung mit 14 Punkten, Kochmütze und schwarzem Kellner (für besonders guten Service)
Das goldene Glücksrad der Familie Neuner-Jehle dreht sich mit atemberaubender Geschwindigkeit. Da (nicht nur) in der Gastronomie Stillstand Rückschritt heißt, schreiten die rührigen Brüder Philip und Kasimir zielstrebig voran, ohne sich eine Verschnaufpause zu gönnen. Wenn dieser Guide erscheint, wird die komfortable, leicht erhöhte Terrasse fertig sein und gegenüber dem gläsernen Medienpalast eine Etage mit sieben lichtdurchfluteten Seeblick-Luxuszimmern zur Verfügung stehen. Gleich nebenan födern die Patrons von Friedrichshafens ältester Herberge als Lizenznehmer eines selbst am Persischen Golf vertretenen Edelrösters Brotgenuss und Kaffeekult im Rahmen eines originellen Bistro-Konzepts: Handwerklich-biologisch hergestellte Backwaren, hochwertige Kaffees, selbst (und täglich frisch) gemachtes, chemiefreies Eis und natürlich alles, was der hauseigene Weinhandel hergibt, werden in puristisch-modernem Eichenholzambiente so stil- wie stimmungsvoll konsumiert.
Laufen die Jehles nicht Gefahr, sich zu verzetteln und ihr Lieblingskind, das Restaurant im Goldenen Rad, zu vernachlässigen? Ganz im Gegenteil: Auch dessen Umgestaltung ist längst geplant und wird demnächst verwirklicht. Vor allem aber hält Küchenchef Martin Kraus unberirrt seinen Kurs der Goldenen Mitte zwischen populistischer Massenverpflegung und elitärer Haute cuisine, wovon das Wiener Schnitzel und Entrecôte erpichte touristische Publikum ebenso profitiert wie jene Gäste, die Jacobsmuscheln und Tiefseegarnelen auf katalanischem Gemüsesalat nicht missen möchten, trotz Gräten auch eine komplette, mit vielen frischen Kräutern gefüllte und in Tomaten/Avocado-Butter gebratene Dorade Royal nicht scheuen und gelegentlich ein Filetsteak mit Gänseleber in Madeira nicht abgeneigt sind. Was andere in Friedrichshafen noch lernen müssen, kriegen die Jehles von Jahr zu Jahr besser hin - nämlich höchst unterschiedliche Ernährungsbedürfnisse ohne Qualitätsverlust unter einen Kochhut zu bringen.
Kraus beschränkt sich auf nur wenige, aber klar definierte und prononcierte Aromen, die seinen regional verwurzelten, doch meist mediterran gewürzten Gerichten Farbe und Charakter verleihen. Kunstgewerbliche Kinkerlitzchen werden vermieden, Dekorationsfaxen sind verpönt. Darum ist der vorzügliche, im Kern noch rohe Thunfisch in nicht zu scharfer Algen/Pfeffer-Kruste ein gelungener Einstieg, und darum geht es auch nicht minder überzeugend weiter mit Pfifferlings/Tomaten-Salat und gebratenem Zander auf einem leckeren Carpaccio von Serviettenknödeln, erstklassigem dezent gekräutertem Lammrücken in leise unterstützender Thymianjus (dazu Schnibbelbohnen, Speckstreifen und sanft gebräunte Schupfnudeln) sowie imperialem Topfenstrudel zu Rhabarber/Erdbeer-Ragout und einem Vanilleeis, an dem wir uns nicht satt schlecken konnten.
Im Service duldet Patron Philip Jehle nur nette, einsatzfreudige Mitarbeiter/-innen, die sich mit dem Betrieb identifizieren und jeden Gast wie einen Freund behandeln. Die grandiose Weinkarte dürfte dem Goldenen Rad noch mehr Freunde gewinnen, wenn alle das neue Kalkulationssystem verstanden haben: Verzeichnet sind die attraktiven Mitnahmepreise, bei Verzehr im Restaurant wird nur ein moderates Korkengeld (derzeit Eur 11,00) aufgeschlagen - egal ob die Bouteille ursprünglich 5,50 oder 150 Euro kostete. Teure Granaten wie Grange, Mouton Rothschild und Vega Sicilia werden dadurch zum Sonderangebot für Kenner. Wir vergnügen uns mit Vater Jehles frischem, fruchtigen und spritzigem Hagnauer Ökö-Weißburgunder - zu leichten Fischgerichten gibt´s kaum einen besseren Begleiter. Santé!
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akzent - Das Magazin für die Großstadt Bodensee
WEINSEELIG
Gute Weine zum fairen Preis? Das Goldene Rad macht es vor.
Das Restaurant Goldenes Rad in Friedrichshafen führt das Korkgeld ein. Der Gast profitiert, im Restaurant gibt es gute Weine, die das Portemonnaie schonen.
Korkgeld wird von Restaurantbetreibern immer dann verlangt, wenn der Gast seinen eigenen Wein mitbringt und im Restaurant trinken möchte. Das ist internationaler Usus. Schließlich kann es vorkommen, dass der 18. Geburtstag der Tochter mit dem Jahrgangswein des Geburtsjahres, der im Elternhaus im Keller bis dato ruhte, im Restaurant gefeiert werden soll. An einem solchen Abend würde dem Wirt eine wichtige Umsatzquelle fehlen, denn er macht den stärksten Umsatz über die Getränke, wie allgemein bekannt. Es kann dann aber gut passieren, dass der Wirt besonders klug sein will und ein übertriebenes Korkgeld verlangt. Anders im Goldenen Rad in Friedrichshafen: Das Haus betreibt neben dem Restaurant und Hotel auch einen Weinhandel. Nicht nur lässt sich hier ein Wein zum Mitnahmepreis erwerben, auch wenn der Gast den Wein im Restaurant zum Essen bestellt, bleibt der Preis herfür vergleichsweise gering, denn die Restaurantbesitzer verrechnen nur einen kleinen Zuschlag in Form des Korkgeldes. Und nicht nur das: Die Weinkarte ist vielfältig, aus vielen Ländern ist etwas dabei. Man kann ja nicht immer Müller-Thurgau oder einen Möchtegern-Chianti trinken, wie so häufig auf den Weinkarten vorzufinden ...
TEXT: REBECCA KOELLNER
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Die Köche - Das Beste was die Region zu bieten hat
Im Goldenen Rad dreht sich alles um die K-Frage: Kunst, Küche und Karaffen
Philip Neuner-Jehle liebt das Leben und will es mit Design, Essen und Wein verschönern
Die exzellente Küche im Goldenen Rad schätzen nicht nur Häfler, auch wenn für manche die köstlichen Vorspeisen ein wenig gewagt klingen mögen: Entenlebermousse im Baumkuchenmantel, oder Gebackener Ziegenfrischkäse mit Thymianhonig. Begeistert sind die Gäste von den Matjes vom Bodenseefelchen mit jungen Blattsalaten im Feigensenfdessing. Diese Felchenmatjes mariniert der Vater von Philip und Kasimir, Hermann Neuner-Jehle, höchstpersönlich. 72 Stunden gibt er ihnen in der Marinade, dann bringt er diese Köstlichkeiten in die Küche des Goldenen Rads.
Der Bodenseematjes erinnert tatsächlich an Matjes vom Hering, doch er schmeckt viel zarter, viel feiner. Nach einem ersten vorsichtigen Biss spürt der Gaumen leichte Süße und gleichzeitig den Hauch eines salzigen Aromas, den er nicht so schnell vergessen mag. Der Geschmack ist so einzigartig, dass - sehr zum Verdruss vieler Bodenseefelchenmatjesfans - Hermann Neuner-Jehle sein Rezept strikt geheim hält!
Überhaupt können die Brüder Philip und Kasimir Neuner-Jehle vom Goldenen Rad überaus stolz auf ihren stattlichen Vater sein. Hermann Neuner-Jehle liefert seinen Söhnen sogar seinen eigenen Wein, den er nach ökologischen Richtlinien im eigen Weinberg vis-à-vis von Schloss Kirchberg anbaut. 'Der letzte Wein war einfach sensationell', schwärmt Philip Neuner-Jehle von seines Vaters Hagnauer Burgstall Weißer Burgunder. Dieser spritzige Weißwein überzeugt tatsächlich schon beim ersten Schluck durch seine elegante frische Säure und sein kräftige sehr harmonische Frucht.
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Gusto - Der kulinarische Führer

| Die besten Restaurants und Landgasthäuser
Die mit goldener Pfanne gekennzeichneten Betriebe bieten unserer Ansicht
nach eine in ihrer Kategorie besonders erwähnenswerte Küche:
| 6 goldene Pfannen = | |
geschmacklich bemerkenswerte Küche mit sorgfätig zubereiteten Speisen aus guten Produkten | |
| 2 Bestecke = | |
besser ausgestattetes Restaurant mit gutem Service, ausgewählte Weine | |
Das gemütliche, sehr gepflegte Restaurant in der Parallelstraßer der maritimen Friedrichshafener Seepromenade lädt bei schönem Wetter auf die Terrasse vor dem Haus ein. Die Speisekarte bietet ein breites und durchdachtes Angebot. Man kocht mit frischen Zutaten, verwendet gutes Fleisch (wenn möglich aus der Region) und bietet dem Gast in allen Bereichen ein sehr gutes Preis-/Genuss-Verhältnis. Vor allem das 4-Gang Menü ist mit 38 Euro sehr gastfreundlich berechnet.
Wir ließen uns vom freundlichen, sympathischen Service vorab einen top-frischen und nur von einer Seite perfekt gebratenen Yellowfin-Thuna mit knuspriger Pfeffer-Algen-Kruste und Teriyaki-Sößle sowie ein sehr zart gebeitzes Bodensee-Felchen mit herrlich fruchtigem Mango-Chutney servieren. Beide wohlportionierten Teller haben uns sehr überzeugt, waren klar und anregend abgeschmeckt und machten an diesem herrlichen Frühsommerabend Lust auf mehr.
Dem folgenden Schaumsüppchen von gelber Paprika mit Saté-Spieß felhte der angekündigte Schaum, was dem pikaten, asiatisch angehauchten, sehr animierenden Süppchen natürlich kein Abbruch tat. Die Konsistenz war ideal - wenn es nur überall solche Suppen gäbe! Das Saté-Spießchen präsentierte sich allerdings undefinierbar und lasch gewürzt. Hier fehlte der nötige Pfiff. Die Vorfreude auf den Hauptgang war dennoch groß und wurde beim saftigen, butterweich gebratenen Kalbsrücken mit (etwas dominanten) Morcheln, tadellosen hausgemachten Spätzle und Saison-Gemüse bestens erfüllt. Es war alles harmonisch gewürzt und überzeugte durch einen ehrlichen und sauberen Eigengeschmack der Zutaten.
Der Lammrücken mit Kräuterkruste, Salbei-Gnocchi und Stangenbohnen kam leider durchgebrannt an Tisch, was sehr schade war, denn die Fleisch-Qualität wäre grundsätzlich gut gewesen. Auch dem dazu gerreichtn Jus fehlte es etwas an Finesse und Eigenständigkeit. An der schönen Dessert-Auswahl kommt man im Goldenen Rad kaum vorbei, also bestellten wir eine große, cremige Kugel herrlich konzentriertes Mango-Sorbet, die leider auf völlig geschmacksneutralen Rhabarber-Chili-Ragout angerichtet war.
Auch wenn es hie und da ein wenig holpert, erhöhen wir unsere Küchen-Bewertung dieses Jahr gerne auf sechs Pfannen. Besonders hervorzuheben ist auch die beachtliche Weinauswahl aus Deutschland, Italien und Spanien, die zu fairen und für den Weinfreund sehr transparenten Preisen (Ladenpreis plus 11 Euro Korkgeld) bestellt werden kann. Man merkt, wir sehr dem Wirt das Thema Wein am Herzen liegt.
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Schlummer Atlas 2007
| 3 blaue Schlummer Atlas Sterne: | |
sehr gutes Hotel, Mittelklassehotel mit sehr komfortabler Ausstattung | |
| blaue Sterne: | |
in seiner jeweiligen Kategorie hervorhebenswertes Hotel | |
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